Windelfrei im Winter?!

Windelfrei im Winter?! – So geht´s!

Was ist im Winter anders als sonst? Ja, es ist kälter, es regnet häufiger und vielleicht liegt auch mal Schnee. Grundsätzlich spricht aber im Winter nichts dagegen die Babys und Kinder in unseren Breitengeraden abzuhalten. Würden wir in dringenden Fällen auch bevorzugen – besser als eine nasse Hose!

Die Vorbereitung zählt und macht Windelfrei im Winter entspannt und stressfrei!

  1. Stoffwindeln im Winter?! Ja, klar! Warum nicht? Denn mit der richtigen Bekleidung mutiert das warme Pipi  nicht binnen Minuten zu einem Kühlakku.
  2. Probiere das Abhalten am Baum im Park oder suche nach warmen Alternativen in gewohntem Umfeld? Dort kann man bestimmt einmal die Toilette nutzen, das Kind abhalten oder umziehen und dafür einen Kaffee/Tee trinken/mitnehmen.
  3. Warme Kleidung aus Wolle für den Winter gehört zur Grundaussattung und ist auch für Nicht-Windelfreie empfehlenswert!

 

Warme Kleidung für den Winter – Wolle ein Universal-Talent!

Der Vorteil dieses natürlichen Materials ist:

  • Wolle ist durch die Beschaffenheit ihrer Fasern und das Wollfett wasserabstoßend, trocknet schnell und fühlt sich nicht gleich so nass und kalt wie Baumwolle.
  • Wolle verfügt über eine mechanische Selbstreinigung und verschmutzt daher nicht so schnell.
  • Wolle hat durch verschiedenste Stoffe, die von dem Material abgegeben werden, einen chemischen Selbstreinigungseffekt und stinkt deshalb nicht so schnell.
  • Wolle wirkt stärker temperaturausgleichend als andere Materialien und deshalb im Winter und sogar bei leichtem Regen angenehm zu tragen.
  • Darüber hinaus ist Wolle schwer entflammbar und antistatisch.

Für schon mobile Kinder (ab dem Krabbelalter) sind Wollwalkhosen besonders gut geeignet für den Winter und eine natürliche Alternative zu Matschhosen, wenn es nicht extrem nass draußen ist. Hier das Beispiel mit Trägerchen von Disana. Alternativ gibt es auch eine Wollwalkhose von Waschbär. Einige Eltern schaffen sich allerdings auch spezielle Hosen zum einfacheren Abhalten im Winter an. Zum Beispiel die Wollaspa  – eine Abhalte-Latzhose aus Wollwalk – oder einen Abhalteoverall aus Wollwalk mit Änderung zum einfacheren Abhalten für den Winter. Überlege, was bei Euch am praktischsten und sinnvollsten ist. Sollte doch eine Matschhose sein, ist eine Ausführung ohne Träger einfacher zum Abhalten.

Eine Merino-Strumpfhose oder Babystulpen sind immer praktisch. Für mobile Babys oder wenn es besonders kalt wird, einfach eine Merino-Strumpfhose darunter ziehen. Läuft einmal die Windel aus oder geht etwas daneben, fühlt es sich nicht soooo sehr nass an und man kann einen guten Teil der Feuchtigkeit auch recht einfach abtupfen.

Babystulpen, z.B. aus Wolle-Seide für unter die Wollwalkhose, für nachts oder für die Beinchen im Tragetuch usw. sind sowieso ein Universal-Tipp.

Grundsätzlich ist zweiteilige Kleidung bestehend aus z.B. einem Wolle-Seide-Langarmunterhemd und einer Wolle-Seide Hose, z. B. von Cosilana, ggf. mit Unterhose darunter, wesentlich praktischer als mit Bodys und Einteiler, wie Schneeanzüge und so weiter.

Die Pflege und Reinigung der Wolle ist aufgrund ihrer Eigenschaften auch etwas anders als bei z.B. Baumwolle. Denn in der Waschmaschine neigt das Material – durch die Reibung, die Feuchtigkeit und die Wärme – zum Verfilzen und Einlaufen. Wollwalk, also verfilzte Wolle oder ineinander verhakte Wollfasern, ist verdichtete, geschrumpfte Wolle und eine Möglichkeit aus Wolle Winterkleidung ohne Zusatz von chemischen Stoffen herzustellen. Einige Male getragen kann man Wolle einfach lüften oder ins UV-Licht (Tageslicht) hängen um deren „Selbstreinigungskräfte“ zu aktivieren. Je häufiger man Wolle per Handwäsche oder mit der Waschmaschine wäscht, desto eher sollte man Wolle von Zeit zu Zeit nachfetten. Das ist kein Hexenwerk. Ihr benötigt dafür Wollfett (Lanolin Anhydrat) und folgt dieser Anleitung.